Ein besonderer Tag für die Pflegeausbildung in der Region Hannover: Die Pflegefachschule Hannover (PFSH) hat ihren neuen Schulstandort heute offiziell eröffnet. Bereits seit dem 1. April 2026 findet der Unterricht in dem neu errichteten Gebäude statt. Mit dem Neubau wird ein Standort geschaffen, der die Ausbildung der kommenden Jahre begleiten und weiterentwickeln soll. Der Bau wurde innerhalb von rund 20 Monaten realisiert und im vorgesehenen Zeit- und Kostenrahmen abgeschlossen. Entstanden ist ein modernes Schulgebäude auf dem Heidehaus-Gelände in Hannover-Stöcken, welches Platz für bis zu 400 Auszubildende bietet.
Im Gebäude selbst prägen helle Räume, offene Strukturen und flexible Lernbereiche den Eindruck. Ein zentraler Bestandteil ist das Skills Lab. Dort werden Pflegesituationen unter möglichst realistischen Bedingungen geübt und wiederholt. Ergänzt wird der Unterricht durch praktische und kommunikative Lernanteile, die unterschiedliche Anforderungen des Berufsalltags abbilden. Geschäftsführer Carl Hahne beschrieb die Bedeutung des Neubaus im Rahmen der Eröffnung mit den Worten: „Ein Ort, wo Zukunft entsteht und wächst.“
Eröffnung mit Gästen aus Politik, Wirtschaft und Pflege
Zur offiziellen Eröffnung kamen 142 geladene Gäste zusammen. Das Programm wurde von Altenpflege-Chefredakteurin Miriam von Bardeleben moderiert, die durch den Tag und die anschließende Podiumsdiskussion führte. Im Mittelpunkt der Gespräche stand die Entwicklung der Pflegeausbildung in den kommenden Jahren. Diskutiert wurde unter anderem, welche Rahmenbedingungen notwendig sind, um Ausbildungsqualität langfristig zu sichern und gleichzeitig genügend Nachwuchskräfte für den Pflegebereich zu gewinnen. Dabei wurde auch die Zusammenarbeit zwischen Bildungseinrichtungen, Verbänden und wirtschaftlichen Akteuren thematisiert.
Auf dem Podium vertreten waren Ricarda Hasch (bpa Niedersachsen), Christoph Meinecke (Unternehmerverbände Niedersachsen), Martina Kristopf (VDP Niedersachsen-Bremen), Oliver Warneboldt (LWP Lüders Warneboldt) sowie PFSH-Schulleiterin Sarah Kretzschmar-Langel.
Im Rahmen des letzten offiziellen Aktes der Eröffnung übergab Axel von der Ohe, Stadtkämmerer und Erster Stadtrat der Landeshauptstadt Hannover, den Schlüssel an die Vertreter der Schülerschaft.
Eindrücke aus dem neuen Schulgebäude
Im Anschluss an den offiziellen Teil wurden die Gäste in Gruppen durch das neue Gebäude geführt. Dabei konnten verschiedene Bereiche des Schulalltags unmittelbar erlebt werden. Mehrere Unterrichtssituationen wurden in Form kurzer Szenen dargestellt, die Einblicke in typische Lern- und Praxissituationen gaben. Auch aus dem Sprachunterricht wurden Beispiele gezeigt, bei denen Inhalte nicht nur theoretisch vermittelt, sondern gemeinsam erarbeitet und angewendet werden.
Im praktischen Bereich kamen lebensechte Pflegepuppen zum Einsatz. Diese ermöglichen es, verschiedene Pflegesituationen realitätsnah zu simulieren. Ergänzend dazu werden technische Möglichkeiten genutzt, etwa Kameras und Mikrofone, um Übungen zu begleiten und im Austausch zwischen verschiedenen Lernbereichen auszuwerten. Auffällig ist die Gestaltung des gesamten Gebäudes. Neben klassischen Unterrichtsräumen gibt es offene Lernzonen, flexible Arbeitsbereiche und Aufenthaltsräume. Auch eine Küche für die Auszubildenden ist integriert. Das Lehrerzimmer ist bewusst offen gestaltet und fügt sich in das Gesamtbild eines transparenten und kommunikativen Schulalltags ein.
Rahmenprogramm und Bewirtung
Während der Veranstaltung wurden die Gäste im Foyer durch ein durchgängiges Catering betreut. Rocky Lobster Catering aus Hannover stellte hierfür eine Auswahl an Fingerfood-Variationen in Form von Platten bereit. Die Veranstaltung wurde dabei musikalisch von der Band Mr Moonlight begleitet, die mit Live-Musik für eine passende Atmosphäre im Foyer sorgte. Ergänzend übernahmen Mitarbeitende sowie Auszubildende der Pflegefachschule Hannover fortlaufend die Bewirtung der Gäste mit kalten Getränken und trugen so zum reibungslosen Ablauf und einer angenehmen Gesamtatmosphäre bei.

Pflegecampus als Ergänzung zum neuen Schulstandort
Ergänzt wird die neue Pflegefachschule durch den Pflegecampus „Im Rehwinkel“ in Garbsen-Berenbostel. Der Bau steht ebenfalls kurz vor seinem Abschluss. Dort stehen Wohnmöglichkeiten für Auszubildende zur Verfügung, die während ihrer Ausbildungszeit in der Region leben. Ein großer Teil der Bewohnerinnen und Bewohner kommt aus dem Ausland, unter anderem aus Indien und Kamerun. Der bisherige Standort der Pflegefachschule im Garbsener Ortsteil Meyenfeld steht derzeit leer. Eine zukünftige Nutzung ist aber bereits geplant.
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Zusammenarbeit im regionalen Versorgungsnetz
Die Eindrücke der Eröffnung haben noch einmal deutlich gemacht, wie viele Schnittstellen es im Alltag zwischen Pflegeausbildung, Pflegeeinrichtungen und den weiteren Akteuren im Versorgungsnetz gibt. Für uns als Bestattungsinstitut spielt genau dieses Zusammenspiel eine wichtige Rolle. Im direkten Austausch mit Pflegeeinrichtungen und den dort tätigen Fachkräften entstehen viele Berührungspunkte in Situationen, die Angehörige besonders fordern. Eine verlässliche Zusammenarbeit und klare Abläufe tragen dazu bei, solche Phasen gut abgestimmt und mit der nötigen Ruhe zu begleiten. Gerade in solchen Momenten zeigt sich, wie wichtig funktionierende regionale Strukturen sind, die über einzelne Einrichtungen hinausdenken.
Darüber hinaus ist der Austausch mit Auszubildenden ein fester Bestandteil unserer Arbeit. Regelmäßig führen wir unter anderem Pflegeklassen und angehende Fachkräfte durch unsere Räumlichkeiten, um Einblicke in Abläufe, Versorgung und den Umgang mit Verstorbenen zu geben. Diese Begegnungen schaffen Verständnis für die jeweiligen Arbeitsbereiche und zeigen, wie eng Pflege und Bestattung in der Praxis miteinander verbunden sind.
Allen Pflegekräften, Lehrkräften und Auszubildenden wünschen wir für die Zukunft weiterhin gute Entwicklung, starke Begleitung im Berufsalltag und viele wertvolle Erfahrungen auf ihrem Weg.






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